Jedes Mal, wenn du nach Hause kommst, denkst du, dass dein Haus dringend einen neuen Anstrich vertragen könnte. Doch während du Zimmerwände wie ein Profi streichst, schreckst du vor der renovierungsbedürftigen Hausfassade bisher noch immer zurück? Dafür gibt es keinen Grund. Wir verraten dir nämlich, was zu beachten ist, wenn du die Fassade streichen willst, und verhelfen deinem Palast zu neuem Glanz. 

WERKZEUG

  • Drahtbürste, evtl. Hochdruckreiniger
  • Leiter oder Gerüst
  • Material zum Abkleben von Fenster- und Türrahmen
  • Grundierung
  • Fungizid, Algizid
  • Pinsel
  • Farbrollen

Vorbereitung: Was musst du wissen?

Wahrscheinlich ist deine erste Frage, bevor du anfängst, die Fassade zu streichen: Welche Farbe brauche ich? Die Fassade ist die Außenhaut deines Hauses – sie sollte also nicht nur schön aussehen, sondern das Mauerwerk auch vor Umwelteinflüssen wie Sonne und Niederschlägen schützen. Damit diese Schutzfunktion erfüllt werden kann, gibt es spezielle Fassadenfarben. Sie unterscheiden sich von herkömmlichen Wandfarben dadurch, dass sie Wasser abweisen, aber gleichzeitig für Wasserdampf aus dem Inneren durchlässig sind. So wird die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk nach außen transportiert und die Entstehung von Schimmel, Algen und Pilzen verhindert. Hochwertige Fassadenfarbe ist außerdem schmutzabweisend, sodass du dich lange über die leuchtende Farbe freuen kannst. Es gibt verschiedene Farbarten für den Außenbereich, zum Beispiel Dispersions-, Silikat- oder Kalkfarben. Welche Farbe die richtige für deine Hausfassade ist, hängt vom Untergrund ab. Vor dem Kauf lässt du dich am besten im Fachhandel beraten.

Fenster und Türen abkleben

Im ersten Schritt klebst du alle Fenster und Türen inklusive der Rahmen ab. Dadurch verhinderst du Putz- und Farbspritzer, die du mühsam entfernen müsstest. Denk auch daran, die Dachrinnen zu reparieren, falls es nötig ist.

Untergrund vorbereiten

Bevor du die Fassade mit einer neuen Farbe versiehst, brauchst du einen sauberen Untergrund. Das heißt, Schmutz und loser Putz müssen entfernt werden. Falls große Flächen betroffen sind, ist die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger am effektivsten. Handelt es sich nur um einzelne Stellen, reichen auch eine Drahtbürste für das Entfernen von Putz und eine weiche Bürste gegen Staubablagerungen aus.

Schäden ausbessern

Je nachdem, wie renovierungsbedürftig die Fassade ist, musst du nach der Reinigung Risse im Außenputz ausbessern. Für kleine Schadstellen reicht herkömmlicher Mörtel, der nach dem neuen Anstrich kaum sichtbar ist. Handelt es sich um größere Flächen, ist es empfehlenswert, mit dem Originalputz auszubessern oder sogar den alten Putz zu entfernen und die ganze Fassade neu zu verputzen. Hier musst du den Putz sorgfältig prüfen und entscheiden, wie du vorgehst. Nichts ist ärgerlicher, als eine Fassade neu zu streichen, von der kurz darauf der Putz abbröckelt. Falls du dir nicht sicher bist, ob der Putz noch hält, kannst du das ganz einfach mit Klebeband überprüfen, das du auf die Fassade klebst und ruckartig abziehst.

Fassade trocknen lassen

Vor allen weiteren Schritten ist es wichtig, dass die Fassade gut getrocknet ist. Neuer Putz braucht je nach Sorte zwischen einer und sechs Wochen, bis er vollständig trocken und ausgehärtet ist.

Fassade grundieren

Teste nun, wie saugfähig der Untergrund ist. Dafür bearbeitest du ihn mit einem nassen Schwamm und prüfst, ob die Feuchtigkeit aufgesaugt wird. Ist das der Fall, ist eine Grundierung notwendig, die du am besten großzügig mit einem Flächenpinsel aufträgst.

Fassade streichen

Nun kann die Fassade endlich mit der neuen Farbe versehen werden. Streiche zunächst Ecken und Kanten mit einem schmalen Pinsel, bevor du für die großen Flächen eine Farbrolle verwendest. Das beste Ergebnis erzielst du, wenn du die Farbe in drei Schichten und verschiedenen Richtungen (vertikal, horizontal, diagonal) aufträgst. Um die Fassade vor Schimmelbildung und Pilzbefall zu schützen, kannst du der Farbe im ersten Anstrich entsprechende Mittel beimischen.

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