Eine gute Fassadendämmung ist im 21. Jahrhundert unverzichtbar

Auf die Wärmeisolation für die Hausfassade können Bauherren heute weder bei einer Sanierung noch bei einem Neubau verzichten. Dazu tragen zwei Faktoren besonders bei. Einerseits steigen die Energiekosten kontinuierlich an. Es ist jetzt schon absehbar, dass sich die Preisspirale künftig noch schneller drehen wird. Umso schneller rentieren sich die Kosten der Fassadendämmung. Andererseits sorgen die Folgen des globalen Klimawandels für steigende Kosten bei der Klimatisierung der Innenräume. Dabei spielt es keine Rolle, in welche Richtung sich der Klimawandel entwickelt. In Europa kann es sowohl zu einer deutlichen Erwärmung als auch (bei einem eintretenden Stillstand des Golfstroms) zu einer Abkühlung kommen. 

Wo kann die Fassadendämmung platziert werden?

In der Regel erfolgt die Wärmedämmung an der Außenwand einer Fassade, also der Außenseite der Wände. Für den Vollwärmeschutz besteht die Auswahl aus Wärmedämmstoffen und Konstruktionsbaustoffen, die wärmedämmende Eigenschaften mitbringen. In besonderen Fällen kann die Wärmedämmung aber auch innen angebracht werden. Diese Form der Wärmedämmung fürs Haus wird vor allem bei Bauwerken angewendet, bei denen Denkmalschutzauflagen beachtet werden müssen. Außerdem kommt sie bei Gebäuden zum Einsatz, bei denen beispielsweise das Fachwerk oder eine Fassade aus Natursteinen nicht durch die Dämmung der Fassade verdeckt werden sollen. Beim Dach hingegen wird grundsätzlich der Vollwärmeschutz innen angebracht.

Welche Dämmstoffe können bei der Wärmedämmung für die Fassade angewendet werden?

Bei der Wärmedämmung der Fassade kommen verschiedene Arten von Dämmstoffen zum Einsatz, wobei die Preise stark variieren können. Beispiele für günstige Kosten der Fassadendämmung sind Hartschaumplatten aus:

  • Phenolharz
  • Polyethylen
  • Polyisocyanurat
  • Polystyrol
  • Polyurethan

Etwas höhere Preise müssen Sie bei der Verwendung von Aerogel-Platten, Schaumglas, Blähglas und Kalziumsilikat-Platten sowie bei Platten aus geschäumten Elastomeren einplanen. Eine besondere Form der Dämmung der Hausfassade sind die Vakuumdämmplatten, mit welchen die Dicke der Dämmschicht bei identischen Wärmewiderständen deutlich reduziert werden kann.

Möchten Sie keine Platten als Wärmeisolation verwenden, können Sie als Alternative zur Kunststoff-Fassadenverkleidung diverse wärmedämmende Baustoffe nutzen. Allerdings bieten hier die meisten Materialien keinen Vollwärmeschutz. Das belegt ein Blick auf die Isolationswerte von Magnesiumzement-Ortschaum und Resolhartschaum. Sie sind deshalb nur für Gebäude geeignet, die eine konstruktive Wärmeisolation mitbringen. Das ist beispielsweise bei doppelschaligem Mauerwerk der Fall. Dort ist auch die Auffüllung der Hohlräume möglich. Als wärmedämmende Schüttstoffe bietet der Baustofffachhandel dazu folgende Varianten an:

  • Blähglasschüttung
  • Blähglimmerschüttung
  • Blähperlitschüttung
  • Flachsfasern
  • Korkgranulat
  • Polystyrolgranulat
  • Zelluloseflocken

Außerdem stehen verschiedene Materialien zum Ausschäumen der Hohlräume im doppelschaligen Mauerwerk zur Verfügung. Die verfügbare Palette reicht hier von Isocyanat-Spritzschaum bis zu Resolschaum.

Was verbirgt sich hinter dem Kürzel WDVS?

Die Abkürzung WDVS wird für komplette Wärmedämmverbundsysteme verwendet, die sich als äußerst durchdacht und effizient erweisen. Ihre weltweite Verbreitung startete in den frühen 1960er Jahren. In Deutschland bestand der erste Vertreter der Wärmedämmverbundsysteme aus einer Kombination von armiertem Kunststoffputz und Dämmplatten aus Polystyrol. Da sie erhebliche Nachteile mit sich brachten, wurden sie zuerst von Mineralfaserplatten und später auch von anderen Materialien abgelöst. Dazu gehören beispielsweise:

  • Gipsschaumplatten
  • Resolharz-Platten
  • Polyurethan-Hartschaum
  • Styroporbeton
  • Vakuumdämmplatten
  • Holzfaserplatten
  • Korkplatten
  • Hanf- und Schilffaserplatten

Als Armierung kommen bei der WDVS-Variante der Wärmeisolation Kunststoffgewebe, Glasfasergewebe und Metallgewebe zum Einsatz. Die ersten Bauherren, die sich für eine Anwendung der WDVS-Technik als Vollwärmeschutz entschieden, waren die Kommunen und Baugenossenschaften, welche der Wohnungsnot in den 1960er und 1970er Jahren mit der massenhaften Errichtung von Plattenbausiedlungen begegneten.

Die Wärmedämmungs-Kosten steigen beim WDVS dadurch, dass die Dämmplatten eine schützende Deck- und Sichtschicht benötigen. Dafür kommen folgende Varianten infrage:

  • Kalkputz
  • Kaltzementputz
  • Kunstharzputz
  • Silikatputz
  • Silikonharzputz

Für die Verwendung der Wärmedämmverbundsysteme als Fassadenverkleidung mit Kunststoff oder Mineralfasern muss die Oberfläche der Fassade tragfähig und eben sein. Geeignet ist ein WDVS grundsätzlich für verputze Fassaden, glatte Ziegelfassaden, Betonfassaden und ebene Kalksandsteinfassaden. Die isolierenden Platten werden entweder verklebt oder mit Tellerdübeln befestigt. Welche Variante angewendet wird, hängt von der Tragfähigkeit der Fassade und vom Gewicht der genutzten Dämmplatten ab. Teilweise kommen auch spezielle Schienensysteme zur Befestigung zum Einsatz.

Das Wärmedämmverbundsystem mit Schienen liegt aber ebenfalls direkt auf der Fassade auf, sodass keine Hohlräume entstehen. Das unterscheidet das WDVS von der Vorhangfassade, die ebenfalls als thermischer Schutz für ein Gebäude verwendet werden kann.

Bei der Vorhangfassade bekommt die eigentliche Hausfassade eine zweite Fassade, die in Analogie zur Bezeichnung mit einer gewissen Distanz vorgehängt wird. Dabei bildet die im Zwischenraum befindliche Luft einen Wärmepuffer. Besonders verbreitet ist aktuell die Vorhangfassade aus Solarglas. Sie vermeidet, dass im Sommer heiße Außenluft die Innenräume aufheizen kann. Im Winter wird der wärmedämmende Effekt vor allem dadurch bewirkt, dass der Wind keinen direkten Kontakt mit der eigentlichen Fassade hat. 

Was kann bei der Wärmedämmung der Außenwand von innen verwendet werden?

Grundsätzlich können sämtliche Arten der Dämmplatten auch an der Innenseite verbaut werden. Allerdings müssen Sie dabei einige Unterschiede beachten. Nicht jede Dämmplatte eignet sich für Feuchträume wie die Küche und den Sanitärbereich. Hier kommen nur Varianten infrage, die eine spezielle Beschichtung als Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit mitbringen. Alternativ eignen sich diffusionsoffene Materialien, welche die Feuchtigkeit über die Wand nach draußen ableiten können. Platten aus mineralischen Stoffen sind besonders ratsam, da sie genau wie Mineralfarben einen natürlichen Schutz gegen Schimmelbildung bieten. Bei der Nutzung von nicht diffusionsoffenen Dämmplatten empfiehlt sich außerdem die Kombination mit einer Infrarotheizung, da diese durch ihr Funktionsprinzip die Kondensation von Feuchtigkeit an den Wänden verhindert.

Welche weiteren Alternativen gibt es bei der Wärmedämmung fürs Haus?

Kommen weder eine Fassadenverkleidung aus Kunststoff noch ein WDVS auf mineralischer Basis oder eine Plattendämmung auf der Innenseite als Vollwärmeschutz infrage, gibt es andere Möglichkeiten, mit denen zumindest eine grundlegende Wärmeisolation erzielt werden kann. Bei Wohngebäuden mit doppelschaligem Mauerwerk können die Denkmalschutzauflagen beispielsweise durch das Einlegen dämmender Gummimatten in die ganz normale Putzschicht eingehalten werden. Allerdings müssen die Gummimatten Löcher aufweisen, um die Diffusion von Feuchtigkeit zu garantieren. Außerdem muss eine ausreichende Belüftung des Zwischenraums in den Außenmauern gewährleistet werden. Zusätzlich benötigt der Hohlraum Abflüsse. Anderenfalls kann sich dort Feuchtigkeit stauen, kondensieren und das gesamte Mauerwerk durchfeuchten, was eine Schimmelbildung an der Innenseite nach sich zieht. Das ist übrigens ein Grund, warum inzwischen auch bei den Wärmedämmverbundsystemen ein hinterlüfteter Aufbau empfohlen wird.

Sind auch spezielle Farben als Wärmedämmung der Außenwand verfügbar?

Sowohl für die Wärmeisolation an der Innenseite als auch der Außenseite gibt es inzwischen auch wärmedämmende Anstriche. Ein Beispiel dafür sind die Farben der Marke ThermoShield. Sie bieten eine Dämmung der Fassade in der Farbe selbst und werden beispielsweise auch als thermisch wirksamer Schutzanstrich für Rohöltanker, Ölpipelines und größere Wasserleitungen in Regionen mit tropischem Klima genutzt. Bei den ThermoShield-Anstrichen kommt eine für Weltraumstationen entwickelte Technologie zum Einsatz. In der Farbe sind winzige Keramikkügelchen enthalten, die ein Vakuum umschließen. Ein Vakuum kann Wärme bekanntlich so gut wie gar nicht leiten. Deshalb haben bereits dünne Anstriche dieser Art eine große Wirkung. Wärmeisolierende Anstriche sind optisch von einem normalen Fassadenanstrich oder einem anderen Innenraumanstrich nicht zu unterscheiden. Sie sind für den universellen Einsatz auf allen Arten von Untergründen geeignet und können sogar auf Kratzputz angewendet werden. Deshalb bevorzugen sie vor allem Bauherren, die bei einer Sanierung umfangreiche Denkmalschutzauflagen und hochwertige Fassadendämmungen miteinander in Einklang bringen möchten. 

Wärmedämmung an der Fassade ist nutzlos ohne ein gut gedämmtes Dach

Die Wärmeisolation für ein Haus muss immer umlaufend sein, wenn sie ihre volle Wirkung entfalten soll. Das heißt, Sie müssen in die Kosten für Wärmedämmung auch das Geld einplanen, welches für die Dämmung des Fußbodens im Erdgeschoss (oder Souterrain) und die Dachdämmung aufgewendet werden muss. Die Dachdämmung ist besonders wichtig, wenn das Treppenhaus keine wärmegedämmte Trennung zum Dachbereich aufweist. Dafür sorgt das physikalische Grundprinzip, nach welchem warme Luft immer aufsteigt und kalte Luft absinkt.

Der Vollwärmeschutz fürs Dachgeschoss wird heute in den meisten Fällen sowohl bei der Sanierung als auch beim Neubau mit Mineralwolle oder Glaswolle realisiert. Möchten Sie Ihr Dach besonders umweltfreundlich dämmen, stehen auch Kokosfaserplatten, Hanffaserplatten oder Platten aus Schafwollefilz zur Auswahl. Die Entscheidung fällt hier oft anhand der Kosten sowie der Unterschiede beim Gewicht der verschiedenen Dämmplatten. Die Dachdämmung wird zusätzlich über die Beplankung beim Ausbau zu Wohnräumen verstärkt. Dafür wird die Beplankung zweilagig aufgebaut, indem eine Isolierplatte als untere Schicht und Holzplatten oder Spanplatten als Nutzschicht verwendet werden.

Machen Sie die Wärmedämmung fürs Haus nicht durch andere Elemente zunichte!

Achten Sie nicht nur auf die Fassadendämmung für das Mauerwerk. Es wäre doch schade, wenn sich Ihre Investitionen nicht rechnen würden, weil die Wärme an anderer Stelle entweichen kann. Zu einem Vollwärmeschutz fürs Haus gehören deshalb auch hochwertige Fenster, die im besten Fall eine Dreifachverglasung aufweisen. Diesen Anspruch sollten Sie an Fenster für die vertikale Fassade ebenso wie an Dachflächenfenster sowie Balkontüren und Terrassentüren stellen. Eine gute Dämmung sollten außerdem die Haustüren haben. Hier kann die Wärmeisolation zusätzlich mit einem Vordach mit Seitenteilen und der Einrichtung kleiner Vorflure verstärkt werden.

Vermeiden Sie unbedingt Kältebrücken beim Vollwärmeschutz

Die Investitionen in eine Wärmedämmung der Fassade tätigen Sie auch dann umsonst, wenn dabei sogenannte Kältebrücken entstehen. Damit bezeichnen Baufachleute Bereiche, die entweder gar nicht oder nicht ausreichend gedämmt sind. Durch solche Kältebrücken wird die Isolierung der Hausfassade sogar zu einer echten Gefahr für das Gebäude und dessen Nutzer. Der Grund ist, dass sich an solchen Stellen bevorzugt Schimmel bildet. Versuchen Sie also nicht, die Kosten der Fassadendämmung zu senken, indem Sie beispielsweise auf die Wärmedämmung am Treppenhaus verzichten. Das ist besonders riskant, wenn Feuchträume wie Bäder und Küchen an das Treppenhaus angrenzen. Dann wird durch die Wärmeisolation der Außenwand die Trennwand zum Treppenhaus zur kältesten Wand und begünstigt so eine großflächige Schimmelbildung vor allem im Bereich über der Badewanne.

Viele Menschen sind der Meinung, dass Schimmelbildung bevorzugt in Fußbodennähe in Erdgeschosswohnungen auftritt. Wer einen Blick in schlecht sanierte Bestandsbauten wirft, wird aber schnell eines Besseren belehrt. Dort finden sich häufig schimmelbefallene Stellen am Übergang von der Außenwand zur Decke im obersten Stockwerk. Die Ursache ist eine Kältebrücke genau an dieser Stelle. Die Wärmedämmung der Fassade ist hochwertig, aber die Wärmeisolation der Dachböden weist eine gravierende Lücke auf. Sie entsteht dann, wenn statt der Dachflächen der Fußboden im Dachgeschoss eine Wärmedämmung mit Styropor auf Spanplatten erhält. Diese Wärmedämmplatten sind meistens etwa zwölf Zentimeter stark und passen dadurch nicht in den Winkel, der zwischen den Dachflächen und dem Fußboden gebildet wird. Als Konsequenz entsteht dort ein schmaler Streifen, dem der komplette Vollwärmeschutz fehlt. Deshalb ist dieser Bereich der darunterliegenden Zimmerdecke kalt, was zu einer punktuell verstärkten Kondensation von Wasser führt. Deshalb muss dieser Hohlraum zumindest mit einem Styroporgranulat aufgefüllt werden.

Auch durch Balkone können Schwachstellen in der Wärmedämmung der Außenwand entstehen. Das ist neben der Sanierungsbedürftigkeit der Hauptgrund, aus dem bei der Modernisierung die auf Stahlträgern gelagerten Balkone der Plattenbauten verschwinden und durch Vorstellbalkone ersetzt werden. Die Stahlträger begünstigen den Wärmeaustausch zwischen den Fußböden und Decken und der Umgebungsluft, denn Metalle sind besonders gute Wärmeleiter. Vorstellbalkone ruhen auf selbsttragenden Gerüsten, die nur punktuell in der Außenwand verankert werden müssen. Dadurch wird das für den Wärmeaustausch zur Verfügung stehende Metallvolumen auf einen Bruchteil der ursprünglichen Menge reduziert.

Wie kann die Effizienz der Dach- und Fassadendämmung geprüft werden?

Bei Neubauten kommt nach dem Einbau der Fenster und Türen zur Prüfung der Wärmedämmung in der Regel der sogenannte Blower-Door-Test zum Einsatz. Er zeigt auf, wo das Gebäude undichte Stellen aufweist und an welchen ein unbeabsichtigter Luftaustausch zwischen dem Innenbereich und dem Außenbereich stattfindet. Auf diese Weise können die Schwachstellen, die immer durch Baumängel entstehen, noch während der Bauphase mit einem geringeren Aufwand als nach der Fertigstellung beseitigt werden. Der Vorteil beim Blower-Door-Test besteht darin, dass damit auch undichte Mauerstöße oder nicht korrekt schließende Fenster ausfindig gemacht werden können: Dafür kommt künstlich erzeugter Rauch zum Einsatz, der durch die Haustür mit Überdruck ins Haus eingeblasen wird. Gleichzeitig beobachten mehrere Personen alle Seiten und das Dach des Hauses. Schwachstellen geben sich durch austretenden Rauch zu erkennen. Parallel werden Druckveränderungen im Hausinneren gemessen. Jeder Druckabfall deutet auf eine Schwachstelle hin.

Bei Neubauten und noch öfter bei energetischen Sanierungen werden zur Prüfung der Fassadendämmung Wärmebildkameras eingesetzt. Sie haben allerdings den Nachteil eines zeitlich eingeschränkten Einsatzes. An heißen Sommertagen ist er sogar komplett unmöglich. Für die Dämmungsprüfung mit einer Wärmebildkamera werden die Innenräume gezielt aufgeheizt. Bei kühlen Außentemperaturen zeigen sie mit Farbveränderungen Wärmefluktuationen an. Das heißt, bei dieser Art der Prüfung entstehen Bilder, auf denen Kältebrücken und Stellen mit einer unzureichenden Wärmeisolation direkt sichtbar gemacht werden können. Dabei treten beispielsweise auch Mängel an Fenstern und Türen zutage. Deshalb wenden viele Bauherren die Checks mit der Wärmebildkamera in Kombination mit dem Blower-Door-Test an.

Nach der Fertigstellung lassen sich Mängel beim Vollwärmeschutz außerdem mit Messgeräten zur Erfassung der in einer Wand vorhandenen Feuchtigkeit ausfindig machen. Auf die Feuchtigkeitsmesser greifen Bausachverständige vor allem dann zurück, wenn die Ursachen von Schimmelbildung gefunden werden müssen und ein Rohrbruch als Ursache ausgeschlossen werden konnte. Auskünfte über die Art und Lokalisation der Schwachstelle geben die Veränderungen beim Ausmaß der gemessenen Feuchtigkeit sowie die Tiefe, in welcher die erhöhten Feuchtigkeitswerte in der Wand aufgefunden werden. Zeigt sich die Feuchtigkeit lediglich oberflächlich, deutet sie häufig auf eine falsche Belüftung und Beheizung hin. Reicht sie bis in größere Wandtiefen, sind Kältebrücken und andere Schwachstellen bei der Wärmedämmung am Haus verantwortlich. In diesem Fall muss die eigentliche Schimmelbekämpfung mit Maßnahmen zur Beseitigung der Baumängel verbunden werden.

Fazit: Die Dämmung der Fassade und des gesamten Hauses braucht Fachwissen

Welche Art sich beim Vollwärmeschutz empfiehlt, hängt immer direkt von der vorhandenen Bausubstanz ab. Nicht jedes Gebäude kann mit einem Wärmedämmverbundsystem energetisch saniert werden. Die Wärmeisolation ist bei Neubauten über konstruktive Besonderheiten möglich. Ein Beispiel dafür ist die doppelschalige Außenwand. Lösungen für eine gute Fassadendämmung gibt es auch für Gebäude, bei denen strenge Denkmalschutzauflagen beachtet werden müssen. Dort ist die Dämmung an der Innenseite genauso geeignet wie Gummimatten im Putz oder thermisch isolierende Anstriche. Was konkret infrage kommt, muss immer ein Baufachmann entscheiden.

Fakt ist, dass ein Vollwärmeschutz nur mit einer zusätzlichen Wärmisolation für die Kellerdecke (oder Bodenplatte bei Gebäuden ohne Keller) sowie eine thermische Isolierung der Dachflächen oder des Fußbodens bei einem nicht ausgebauten Dachgeschoss möglich ist. Außerdem darf die Wärmedämmung der Fassade, des Dachs und des Kellers nicht durch minderwertige Haustüren und Fenster sowie durch Kältebrücken zunichtegemacht werden. Für die Prüfung der Qualität der Wärmedämmung stehen mit Wärmebildkameras und dem Blower-Door-Test zwei sehr effiziente Verfahren zur Auswahl.