Das ist nicht mal schwer

Das schaffen Sie!

So können Sie Fenster abdichten

Nur wenn Sie Ihre Fenster richtig abdichten, können Sie Ihr Haus vor Feuchtigkeit, Zugluft und zu großer Hitze oder Kälte schützen. In unserem Leitfaden lesen Sie, wie die richtige Fensterabdichtung funktioniert. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Abdicht-Techniken.

Fenster müssen gründlich abgedichtet werden. Nur so schützen Sie Ihr Zuhause vor Wind und Wetter – und sparen ganz nebenbei auch noch Heizkosten ein.

Fenster abdichten: Die Grundlagen

Die eigenen Fenster zu isolieren ist wichtig. So bleibt es drinnen nicht nur schön gemütlich. Es beeinflusst auch die Energieeffizienz Ihres Zuhauses positiv, wenn Sie Ihre Fenster dämmen. Das spart Geld. Wenn Sie ihren ökologischen Fußabdruck klein halten, freut sich außerdem die Umwelt.

Mit der richtigen Technik machen Sie Ihr Zuhause ganz einfach wetterfest. Bei uns lernen Sie alles zu den Grundlagen. Egal ob Holzfenster oder Plastikfenster, alte oder neue Fenster, Kellerfenster oder Dachfenster – mit unseren Tipps können Sie alle isolieren. Wir erklären, worauf es beim Abdichten ankommt.

Fenster abdichten: Unterschiedliche Materialien für innen und außen

In jeden Werkzeugkoffer gehört eine vernünftige Kartuschenpistole. Am besten nehmen Sie eine tropffreie Handdruckpistole mit einem leichtgängigen Federmechanismus. Damit können Sie Dichtmasse ohne große Kraftanstrengung gleichmäßig aus der Kartusche herauspressen. Die Kartuschenpistole ist eine saubere Lösung, die gleichzeitig ein gleichmäßiges Auftragen ermöglicht.

Bei der Wahl der richtigen Dichtungsmasse müssen Sie die verschiedenen Arten beachten: Acryl-Latex-Dichtmasse, Silikon-Latex-Dichtmasse, Silikon-Dichtmasse und Polyurethan-Dichtmasse.

  • Acryl-Latex ist wasserbasiert. Das hat Vorteile: Produkte dieser Art enthalten weniger gefährliche chemische Inhaltsstoffe als andere Dichtungsmassen. Außerdem sind sie bei kleinen Fehlern einfach wegzuwischen. Der Nachteil: Acryl-Latex ist weder wetter- noch temperaturbeständig. Daher eignet es sich nur für den Innenbereich.
  • Silikon-Latex ist Acryl-Latex nicht unähnlich. Allerdings enthält es Silane, eine Art von Silikon. Dieses Material hält verschiedenen Wetterlagen stand. Darum ist Silikon-Latex auch eine gute Wahl, um Fenster außen abzudichten.
  • Silikon-Dichtmasse ist nicht nur temperaturbeständig, sondern auch wenig anfällig für Schimmel. Daher eignet sie sich für Küche und Badezimmer. Unterschieden wird zwischen säurehärtenden und neutralhärtenden Silikon-Dichtstoffen. Die säurehärtende Variante eignet sich am besten für nicht poröse Materialien, wie zum Beispiel Glas. Wollen Sie das Silikon an ihrem Fenster erneuern, können Sie zum Beispiel Pattex Fenster & Glas Spezial Silikon verwenden. Neutralhärtende Silikon-Dichtstoffe sind z. B. für Vinyl und Metall geeignet. Aber auch Holzfenster und Kunststofffenster können Sie damit abdichten.
  • Polyurethan-Dichtmassen (kurz: PU-Dichtmassen) sind lösemittelbasiert. Sie können auf allen gängigen Materialien im Haushalt angewendet werden. Allerdings haben Sie einen Haken: Der Sonne ausgesetzt, werden Sie mit der Zeit brüchig. Das liegt an der UV-Strahlung im Sonnenlicht. Auf Dauer halten sie dieser nicht stand.
  • Silanmodifizierte Polymerdichtstoffe (kurz: SMP-Klebstoffe) können auf fast allen Untergründen angewendet werden. Sie vereinen die positiven Eigenschaften von Silikon- und PU-Dichtmassen.
Fenster abdichten ist kinderleicht. Alles was Sie dazu brauchen ist das richtige Material und ein bisschen Heimwerker-Geschick.

Wie Sie eine kaputte Fensterdichtung erneuern können

Fensterdichtungen werden viel beansprucht und können daher mit der Zeit kaputt gehen. Keine Angst: Sie müssen nicht gleich neue Fenster einbauen – neues Abdichten reicht. Dazu tauschen Sie die alten Fensterdichtungen aus. Statt einer neuen Schaumstoffdichtung, können Sie die Fensterdichtung mit Dichtungsmasse erneuern. Je nachdem, um welches Fenster es sich handelt: Sie können mit Silikon oder Acryl abdichten. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung lesen Sie, wie das geht:

  1. Kratzen Sie zunächst die alte Dichtungsmasse weg. Achten Sie darauf, so viel wie möglich zu entfernen. Nur so kann die neue Dichtungsmasse später ordentlich haften. Auch alte Lackreste können Sie mit einem Spachtel entfernen.
  2. Arbeiten Sie mit einem Dichtmittel-Entferner. Dann entfernen Sie die Rückstände davon gründlich, bevor Sie die neue Dichtungsmasse auftragen. Der Arbeitsbereich muss sauber und trocken sein, bevor Sie weitermachen.
  3. Kleben Sie die Fläche vor dem Versiegeln ab, wenn Sie keine ruhige Hand haben. So gelingt die Fuge garantiert – und das Dichtungsmittel kommt nur dahin, wo es hingehört. 
  4. Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind: Setzen Sie die Kartusche mit der Dichtungsmasse in die Kartuschenpistole ein. Schneiden Sie jetzt die Spitze der Kartusche ab – in einer Breite, die Sie für die Arbeit brauchen.
  5. Tragen Sie jetzt die Dichtmasse entlang der Fensterfalz auf. Achten Sie dabei auf gleichmäßigen Druck. Bewegen Sie die Kartuschenpistole außerdem nicht zu hektisch.
  6. Glätten Sie die Fuge. Dazu können Sie entweder ihren nassen Finger oder ein feuchtes Tuch benutzen.
  7. Lassen Sie die Dichtungsmasse 12 bis 15 Stunden trocknen. Dann sollte Ihre Fensterabdichtung wieder winddicht sein.

Sind Sie nicht sicher, ob Ihr Fenster undicht ist und Sie es abdichten müssen? Halten Sie einfach nach Zugluft Ausschau: Führen Sie dazu eine Kerze am Fenster entlang. Wenn sich die Flamme bewegt, haben Sie ein Leck gefunden! Ob Sie die Fensterdichtung dann wechseln oder mit Dichtungsmasse erneuern, bleibt Ihnen überlassen.

Sie sollten wissen, wie Sie Ihre Fensterdichtungen erneuern. So hat Zugluft keine Chance.

Wie Sie Fensterleisten abdichten können

Um Fensterleisten abzudichten, gehen Sie genau wie bei den Fensterdichtungen vor. Allerdings ist hier mehr Vorsicht geboten. Jeder Fehler (wie z. B. zu viel Dichtungsmasse) ist sofort sichtbar. Wenn Sie Fensterleisten im Innenraum abdichten wollen, dann greifen Sie auf Arcyl-Latex-Dichtungsmittel zurück.

Fensterleisten abzudichten kann nicht nur helfen, Ihr Haus warm zu halten. Sie können damit auch jede Menge Heizkosten sparen.

Wie Sie Fensterrahmen und -bänke abdichten können

Sie wollen Fensterbänke und Fensterrahmen im Freien abdichten? Dazu brauchen Sie ein Produkt, das auch widrigen Wetterbedingungen standhält. Es muss dauerhaft wasser- und wetterfest sein. Achten Sie stets darauf: Sie brauchen unterschiedliche Dichtungsmassen – je nachdem ob sie Fensterbank und Fensterrahmen innen oder außen abdichten wollen.

Reparieren Sie kaputte Fensterrahmen und -bänke am besten mit einem PU-Dichtstoff. Der hält auch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen stand.