Holzleim hält, was er verspricht

Holzleim:

Tischlerarbeiten ohne Nägel und Schrauben

Mit dem richtigen Holzleim stellen Sie langlebige, strapazierfähige Klebeverbindungen her. Aber nicht alle Holzklebstoffe sind für alle Anwendungen geeignet. Wir zeigen Ihnen, wie Sie herausfinden, welcher Holzkleber der richtige für Ihr Projekt ist und wie Sie ihn korrekt anwenden.

Leimen ist ein wesentlicher Bestandteil des Tischlerhandwerks. Mit dem richtigen Holzleim kleben Sie langlebig und strapazierfähig.

Holzleim: Die Grundlagen

Leimen ist bei vielen Tischlerarbeiten ein wesentlicher Arbeitsschritt. Aber die Auswahl des besten Holzleims für eine spezielle Anwendung ist gar nicht so einfach. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl des Holzklebers für Ihr Projekt achten müssen, damit das Resultat überzeugt.

In der Regel wird zwischen folgenden Holzleimen unterschieden:

Polyvinylacetat-Leim (PVA) ist der gängigste Holzleim. Dieser Kleber ist im flüssigen Zustand meistens weiß und wird daher auch „Weißleim“ oder „Tischlerleim” genannt. Nach der Aushärtung ist er in der Regel durchsichtig. PVA-Leime entsprechen meist der Norm D3. Solche Kleber sind für viele Anwendungen geeignet, aber eben nicht für alle Projekte, da diese Kleber für Holz nicht wasserfest sind.

Glutinleim (Heiß- oder Knochenleim) wird aus tierischen Abfällen gewonnen. Diesen Holzkleber gibt es in verschiedenen Arten: flüssig oder als Granulat bzw. Flocken, die in Wasser aufgelöst werden. Der Holzleim muss erwärmt und mit einem Pinsel aufgetragen werden. Beim Abkühlen entsteht dann eine starke Klebeverbindung.

Epoxidharze sind in der Regel 2-Komponenten-Klebstoffe, die aus zwei separaten Bestandteilen bestehen: Harz und Härter. Wenn die beiden Komponenten vermischt werden, entsteht eine starke chemische Klebeverbindung, die als wasserfester Holzleim und als Spaltenfüller eingesetzt werden kann. Bei einigen Epoxidharzen dauert das Aushärten zwar mehrere Stunden, aber dafür ist der Holzleim wasserfest, extrem stark und widerstandsfähig. Ein 2-Komponenten-Kleber, der schnell aushärtet und mit Holz gut zu verarbeiten ist, ist der Pattex Kraft-Mix Extrem Schnell.

Polyurethanleim (PUR- oder PU-Kleber) ist ein lösungsmittelfreier Reaktionsklebstoff, der mithilfe von Feuchtigkeit aushärtet. Während des Aushärtens kommt es zu einem leichten Aufschäumen des PU-Holzleims, der nach dem Trocknen sehr widerstandsfähig ist.

Für die meisten holzbasierten Projekte eignet sich der Pattex Kraft-Mix Extrem Fest, der auch zum Auffüllen von Rissen oder Löchern gut geeignet ist.

Was ist PVA-Kleber und wie funktioniert er?

Der gängigste Holzleim ist PVA-Kleber. Als formaldehydfreier Dispersionsleim ist er farb- und geruchlos. Diesen Holzklebstoff verwenden Sie am besten bei guter Belüftung. Er trocknet am schnellsten bei Raumtemperatur. Da nicht alle PVA-Klebstoffe wasserfest sind, sollten Sie die Produkthinweise sorgfältig lesen.

Wenn Sie einen lebensmittelsicheren Holzleim für Ihr Projekt benötigen, achten Sie darauf, dass Ihr Holzkleber von der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) geprüft wurde. Oft entsprechen geprüfte Produkte der EU-Verordnung 1935/2004. Die meisten Holzklebstoffe wie PVA-Kleber sind nicht geeignet für Oberflächen, die mit Lebensmitteln oder Getränken in Berührung kommen.

Warum PVA-Kleber bei Holzverleimungen?

PVA-Kleber sind perfekt für den Einsatz auf strukturierten Oberflächen wie Holz. PVA-Holzleim ist speziell dafür gedacht, Holzelemente miteinander zu verkleben. Die Klebeverbindung ist sogar stärker als das Holz selbst.

PVA-Kleber stellen dauerhafte Verbindungen her und sind auf Holzoberflächen fast unsichtbar.

Verwendung von Holzleim

Auch der richtige Holzleim will korrekt angewendet werden. Befolgen Sie diese einfachen Hinweise bei der Verwendung von Holzleimen:

  1. Tragen Sie den Holzleim auf beiden zu verklebenden Elementen auf. Wischen Sie mit einem Lappen überschüssigen Leim ab, damit später keine Klebstoffreste auf der Oberfläche zurückbleiben.
  2. Verteilen Sie den Holzleim dünn und gleichmäßig mit einem Pinsel oder Spachtel auf den Oberflächen.
  3. Pressen Sie die beiden Holzelemente aneinander. Für eine bessere Haftung reiben Sie die beiden Holzstücke leicht aneinander, um eventuelle Luftblasen aufzulösen.
  4. Fixieren Sie die beiden Teile mit einer Zwinge.
  5. Lassen Sie die Holzteile so lange fixiert, wie es in der Bedienungsanleitung steht.
  6. Schmirgeln Sie nach dem Trocknen überschüssigen Holzleim einfach ab.
Fixieren Sie für den Aushärtungsprozess die zu verleimenden Holzelemente mit einer oder mehreren Zwingen